Hans Sigl erklärt Wieso der Bergdoktor nie Weihnachten feiert
In den Straßen strahlt die Weihnachtsdeko, Lichterketten glänzen um die Wette mit Glaskugeln und Schneeflocken: Es blinkt und glitzert wieder an jeder Ecke. Ganz so beschaulich wie ihr Name ist die „stille Zeit“ schon längst nicht mehr. Schauspieler Hans Sigl hat das nachdenklich gemacht – und zu einem ganz besonderen Programm inspiriert. Am 9. Dezember lädt er zu „Weiße Weihnacht – eine literarische Schlittenfahrt“ ins Wiener Konzerthaus. Ein Gespräch über den Trost der Literatur, das Fest der Liebe – und wie der Bergdoktor es wohl feiern würde.
„Krone“: Was haben Sie vor bei Ihrer „literarischen Schlittenfahrt“?
Hans Sigl: Weihnachten wird ja so hoch gejazzt. Das verursacht Stress, an dem wir eigentlich selbst Schuld sind. Dieser Abend ist ein Entspannungsmoment vor dem großen Fest. Ich werde Texte lesen – Geschichten aus dem klassischen Repertoire, aber auch neue KI-Texte. Sie alle sollen mit einem Augenzwinkern sagen: Es ist Weihnachten, aber es ist nicht so schlimm, wie man jedes Mal denkt! Danach kann man ganz entspannt und in Ruhe das Fest der Liebe begehen. Es ist also ein besinnlicher Moment innerhalb einer sehr hektisch gewordenen Zeit.

Weihnachten und KI? Es gibt ganze Bücher, wo der Osterhase, der Nikolaus und das Christkind gemeinsam Abenteuer erleben und Geschenke suchen müssen.
Was hat die Künstliche Intelligenz über Weihnachten zu sagen?
Sehr Lustiges! Da gibt es ganze Bücher zum Thema – wo dann der Osterhase, der Nikolaus und das Christkind gemeinsam Abenteuer erleben und Geschenke suchen müssen. Es gibt mir den dramaturgischen Bogen von klassischen Weihnachtsmärchen bis hin zur Moderne. Und irgendwo da drin ist das Fest der Liebe versteckt.
Was bedeutet Ihnen Weihnachten?
Es ist so etwas wie eine Jahresendfeier. Mit der Familie zur Ruhe kommen. Das Büro ist geschlossen. Es liegt ein schönes Jahr hinter mir. Ich freue mich drauf, wenn die ganze Familie am 24. zum Raclette-Essen da ist. Dazwischen gibt es ein paar kleine Geschenke. Und wir haben Zeit miteinander. Dann ist Handy aus und dann ist Ruhe.