„In aller Freundschaft“ für „Mozart/Mozart“ gestrichen: Das musst du über die neue Serie wissen

Dienstagabend ist für viele ARD-Zuschauer:innen fest mit der Sachsenklinik verbunden. Doch ausgerechnet kurz vor Weihnachten fällt „In aller Freundschaft“ überraschend häufig aus dem Programm. Der Grund am heutigen Dienstag ist, nicht wie so oft, eine Sportübertragung, sondern der Start einer aufwendig produzierten Event-Serie, die gleich mehrere Stunden Primetime übernimmt.
ARD-Programmänderung: „In aller Freundschaft“ fällt aus
Seit 1998 gehört „In aller Freundschaft“ zu den zuverlässigsten Quotenbringern im Ersten. Aktuell läuft bereits die 28. Staffel, neue Folgen werden normalerweise dienstags um 21 Uhr ausgestrahlt. Am 16. Dezember müssen Fans der Sachsenklinik jedoch auf ihre gewohnte Portion Klinikalltag verzichten – die Serie fällt heute komplett aus dem Programm.
Die Pause bleibt allerdings kurz. Schon ab dem 23. Dezember meldet sich „In aller Freundschaft“ zurück – und das sogar doppelt. Die ARD zeigt zunächst die Folge „Betrüger und Betrogene“ zur besten Sendezeit, direkt im Anschluss folgt „Weil Weihnachten ist“. Damit entschädigt der Sender die treue Fangemeinde mit einem kleinen Serien-Marathon.
+++„In aller Freundschaft“-Star Rolf Becker ist tot+++
Neue Event-Serie: Das steckt hinter „Mozart/Mozart“
Den frei gewordenen Sendeplatz am heutigen Abend nutzt die ARD für den Start der sechsteiligen Event-Serie „Mozart/Mozart“. Am 16. Dezember laufen ab 20.15 Uhr gleich drei Episoden hintereinander, erst um 22.30 Uhr übernehmen die „Tagesthemen“. Auch am darauffolgenden Abend setzt der Sender die Ausstrahlung fort – ein klares Signal für die Bedeutung des neuen Projekts.

Im Mittelpunkt steht Maria Anna Mozart, die Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart. Gespielt von Havana Joy, rückt sie als lange übersehene Künstlerin ins Zentrum der Geschichte. Erzählt wird eine intensive Geschwisterbeziehung, geprägt von Nähe, Konkurrenz und dem Wunsch nach Selbstbestimmung – bewusst modern interpretiert und ausdrücklich kein klassisches Biopic.
Emotionale Perspektive auf den Mozart-Mythos
„Mozart/Mozart“ setzt nicht nur erzählerisch, sondern auch visuell und musikalisch neue Akzente. Gewaltige Bilder treffen auf zeitgenössische Beats und Mozarts berühmte Kompositionen werden mit modernen Klängen verflochten. Die Serie will zeigen, wie sich das Lebensgefühl zweier Wunderkinder anfühlen könnte, die ihrer Zeit weit voraus waren.

Produzent Andreas Gutzeit erklärt, man habe mit Maria Annas Perspektive einen neuen Zugang zum Mythos Mozart gefunden. Auch Regisseurin Clara Zoë My-Linh von Arnim betont, dass trotz historischer Kulissen vor allem große Emotionen, Nähe und Authentizität im Fokus stehen. Die ARD setzt damit bewusst auf großes Event-Fernsehen – selbst wenn dafür ein Serienliebling kurz pausieren muss.