Die bewegende Geschichte hinter Ronja Forchers “Bergdoktor”-Rolle: “Hat mir Kraft gegeben”

© IMAGO/Bildagentur Monn
Als „Lilli“ in „Der Bergdoktor“ schenkt Ronja Forcher Millionen TV-Zuschauern eine heile Bergwelt – im echten Leben musste sie früh mit einem Verlust umgehen. Ihre beste Freundin starb mit nur 13 Jahren an einer unheilbaren Krankheit, doch ausgerechnet ihre Serienrolle wurde für sie damals zur Rettungsleine, wie sie in der WDR-Talkshow „Kölner Treff“ erzählt.
Ronja Forcher über Oma Heidi: „Sie hat mir viel mitgegeben“
Schon mit fünf Jahren stand Ronja Forcher vor der Kamera und reiste für Dreharbeiten nach Afrika und in die Karibik. An ihrer Seite: Oma Heidi, die bis heute eine der wichtigsten Bezugspersonen für sie ist. Über ihre bald 88-jährige Oma sagt die Schauspielerin: „Sie hat mir viel mitgegeben.“ Vor allem da ihre Eltern, beide selbständig, wenig Zeit hatten. So wurde der Beruf früh zum festen Anker im Leben der Tirolerin.
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Als „Der Bergdoktor“ vor 19 Staffeln startete, war sie noch ein Kind. Inzwischen ist sie eine erwachsene Schauspielerin, die sich auch für Frauenrechte am Theater starkmacht. Dass sie nun die 20. Staffel drehen darf, empfindet sie als Geschenk. Zuletzt hatte sie über ein mögliches Serien-Aus gesprochen.
Ronja Forcher verliert ihre beste Freundin im Alter von 13 Jahren
Mit 13 verlor Ronja Forcher ihre beste Freundin Sarah. Sie litt an einer unheilbaren Krankheit. Obwohl beiden klar war, dass der Tod kommen würde, traf der Abschied die junge Schauspielerin mit voller Wucht – Verunsicherung, Identitätskrise, das Gefühl, selbst von nahestehenden Menschen missverstanden zu werden.
Gerade in dieser Zeit gab ihr die „Bergdoktor“-Rolle Kraft. Nur einen Tag nach Sarahs Tod stand ein Drehtag an – und Ronja nahm ihn zur Verwunderung ihrer Eltern wahr. Heute weiß sie: „Mein Beruf hat mir dann ganz viel Kraft gegeben, denn die Verpflichtung, diese Arbeit, die ich seit acht Jahren gekannt habe, hat mich ein bisschen gehalten.“
In der Figur „Lilli“ konnte sie für einen Moment in eine Welt flüchten, in der „alles in Ordnung“ war. „Das war ein großes Geschenk, für einen Tag aus meinem Leben auszusteigen und mich selbst mit meinem Schmerz ein wenig zur Seite zu stellen.“
So kam Ronja Forcher zu ihrer Rolle bei „Der Bergdoktor“
Rona Forcher spielt seit Tag eins die Rolle von „Lilli“. Im Alter von fünf Jahren rührte sie „Bergdoktor“-Star Hans Sigl im Casting zu Tränen. In der ZDF-Doku „Backstage – der Bergdoktor“ erinnert sich dieser: „Dann ist Ronja rausgegangen und wir haben gesagt: Ja, ich glaube, wir haben sie.“
Wie es der Zufall so will, kannten sich die beiden schon lange vor diesem Schlüsselmoment. „Ich habe sie als Baby kennengelernt“, verrät Sigl. Ronjas Eltern waren in Innsbruck Schauspielkollegen, genau dort, wo auch er seine Karriere begann. „Wir haben ihr erstes Silvester miteinander verbracht“, erzählt der 56-Jährige.