Ausstieg von Annett Rennberg bei „In aller Freundschaft“: ARD nennt Gründe

Neun Jahre lang spielte Annett Renneberg bei „In aller Freundschaft“ mit. Die Produzenten erklären, warum ausgerechnet Dr. Maria Weber sterben muss.
Leipzig – Seit Folge 1125 von „In aller Freundschaft“ steht es fest: Maria Webers Tumor hat den Hirnstamm infiltriert – eine Heilung gibt es nicht. Dass die Figur den Serientod sterben wird, hatte Annett Renneberg bereits offiziell bestätigt. Jetzt haben sich auch die Macher der Serie zu den Hintergründen geäußert.
Serientod bei „In aller Freundschaft“: Macher führen dramaturgische Gründe an
Annett Renneberg hat in ihrem schriftlichen Statement keinen Zweifel daran gelassen, wer die Entscheidung getroffen hat. „Als die Produktion mich zu Beginn des vergangenen Jahres über das Ende meines Charakters informierte, war ich überrascht, habe die neue Situation aber schnell angenommen“, schreibt sie.
Redaktion und Produktion liefern in einem gemeinsamen Statement die offizielle Begründung: „Langlaufende Serienformate wie ‚In aller Freundschaft‘ unterliegen immer dynamischen Prozessen, um neue Geschichten zu ermöglichen. Das kann aus dramaturgischen Gründen auch eine so liebgewonnene Rolle wie jene der Prof. Maria Weber betreffen.“
Die Verantwortlichen heben hervor, dass die Figur alle Höhen und Tiefen durchlebt hat, die ein komplexer Charakter bieten kann. Den Abschied hätten sie bewusst „emotional und konsequent“ gestaltet – eine Herausforderung, der Renneberg „mit ihrer gewohnten Brillanz“ begegnet sei.
Neun Jahre „In aller Freundschaft“: Annett Renneberg zieht Bilanz
Renneberg selbst blickt in ihrem Statement mit einer Mischung aus Dankbarkeit und Wehmut zurück. Die Covid-Pandemie, die Qualität der Rolle und das Team hätten sie weit länger als geplant in Leipzig gehalten. „Die Zeit verging wie im Flug und 9 Jahre fühlen sich eher an wie 5“, schreibt sie.
Nicht alles empfand sie dabei als einfach: „Die spätere Dreifach-Belastung aus Professur, Kind und Chefarztposten fand ich ein bisschen zu viel.“ Letztlich habe sie die Komplexität der Figur aber als Geschenk verstanden.
„In aller Freundschaft“-Fans reagieren entsetzt und wütend
Zuletzt mussten „In aller Freundschaft“-Fans schon verkraften, dass Lisa Schroth nach 18 Jahren ausgetauscht wurde. Der bevorstehende Serientod von Annett Renneberg trifft die Community erneut hart. Im Kommentarbereich unter dem offiziellen Statement entlädt sich viel Ärger:
- „Tschüss In aller Freundschaft. Aus Respekt vor Annett. Es reicht mir jetzt mit den Rauswürfen.“
- „Sehr schade und auch sehr unverständlich, diese Entscheidung. Wirklich glauben kann man die Erklärung nicht.“
- „Die besten werden rausgeschmissen, ihr macht alles kaputt.“
Annett Renneberg verabschiedet sich von „In aller Freundschaft“ mit einem besonderen Zitat
Trotz der emotionalen Reaktionen der Zuschauer wählt Renneberg in ihrer Botschaft versöhnliche Worte. Bei ihrer Abschiedsfeier für Kolleginnen und Kollegen zitierte sie einen Spruch, der bei ihrer Urgroßmutter im Flur hing: „Leuchtende Tage: weine nicht, dass sie vorüber. Sondern lächle, dass sie gewesen.“
Auch interessant:
Serientod bei „In aller Freundschaft“: Annett Renneberg bestätigt Ausstieg
Entscheidung bei „Sturm der Liebe“: Kilian wendet sich endgültig ab
Wann der Serientod von Prof. Dr. Maria Weber auf dem Bildschirm zu sehen sein wird, steht noch nicht fest. Den „In aller Freundschaft“-Fans bleibt Annett Renneberg laut aktuellem Sendeplan noch einige Wochen erhalten.