Bangen um „Sturm der Liebe“ und „Rote Rosen“? ARD äußert sich zur Zukunft der Serien
Rekordtief im Februar
Gleich mehrere Episoden mussten von ihren eigentlichen Sendeplätzen weichen und wurden nach hinten verschoben, andere reguläre Folgen sollen laut DWDL.de und TV Spielfilm Rekordtiefs in der linearen TV-Ausstrahlung erreicht haben. Die Hauptzielgruppe der beiden Serien liegt tatsächlich auch bei einer Zielgruppe über 50 Jahren, was es ohnehin schwer macht, eine junge Zielgruppe zu erreichen.
Fans fürchten um den Erhalt der Serien
Immer wieder bangen die Fans, ob ihre Lieblingsserien durch Quotenverlust womöglich der Gefahr entgegenschwimmen, abgesetzt zu werden. Um herauszufinden, wie dramatisch die Lage ist, fragte BLICK.de bei der ARD nach. Natürlich macht der Sender keine konkreten Angaben, wie lange die Bavaria Filmstudios die Formate “Sturm der Liebe” und “Rote Rosen” noch für die ARD produzieren wird.
Serien bis 2027 verlängert
Die Fans dürfen sich aber gewiss sein, dass bis 2027 alles seine geordneten Bahnen geht, denn bis dahin wurden die Serien offiziell im vergangenen Herbst verlängert. Auch bleibt es bei 48-minütigen Episoden. Gerüchte um halb so lange Folgen sind also nicht bestätigt.
“Interesse der Serien schwindet nicht, sondern verlagert sich zum Mediathek”
ARD-Programmdirektion, Dr. Lars Jacob, erklärte gegenüber BLICK.de: “Tatsächlich sind die Marktanteile in der linearen Nutzung von 2024 auf 2025 für beide Formate leicht sinkend. Dafür zählten die beiden Dailys im Jahr 2025 mit 170 Millionen (Sturm der Liebe) bzw. 121 Millionen Aufrufen (Rote Rosen) zu den beliebtesten Inhalten in der Mediathek. Das zeigt, dass das Interesse an den Serien in Summe nicht schwindet, sondern sich tendenziell eher in Richtung einer zeitsouveränen Nutzung in der Mediathek verlagert.”
Heruntergerechnet dürfte “Sturm der Liebe” bei einer täglichen Streamingaufrufzahl über die Mediathek bei mindestens 700.000 Streams (bei etwa 230 jährlichen Folgen) liegen und “Rote Rosen” bei mindestens 500.000 täglichen Streams.
Marktanteile immer noch gut
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Dr. Lars Jacob informierte detailliert über die TV-Einschaltquoten: 2024 erreichten die “Sturm der Liebe”-Folgen im Durchschnitt täglich 1,001 Millionen Zuschauende im Fernsehen, das entspricht einem Marktanteil von 11,1 Prozent. Im Jahr 2025 waren es 0,847 Millionen pro Folge und ein Marktanteil von 10,3 Prozent.
Bei “Rote Rosen” sieht es ähnlich aus. 2024 hatte die Serie täglich durchschnittlich 0,860 Millionen Zuschauende und einen Marktanteil von 10,8 Prozent. Im Jahr darauf sanken die Zahlen auf 0,681 Millionen Zuschauende und einen Marktanteil von 9,5 Prozent.
Damit dürfte “Sturm der Liebe” geschätzt täglich mindestens 1,5 Millionen Zuschauende erreichen. “Rote Rosen” liegt weiter hinten, jedoch dürften die Zahlen auch bei mindestens 1,2 Millionen Zuschauenden pro Folge insgesamt liegen.
“Sturm der Liebe” Nase vorn vor “Rote Rosen”
Damit sieht man deutlich, dass “Sturm der Liebe” die Nase bei den Zuschauenden vorn hat und die Serien immer noch viele Fans haben. Zum Vergleich: Die erfolgreiche Daily vom Privatsender RTL “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” hat zur besten Sendezeit vor der Primetime etwa 1,8 bis 2,6 Millionen Zuschauende (Mediathek-Zahlen nicht bekannt, Branchenkenner schätzen sie auf mehrere hundertausende Aufrufe). “Sturm der Liebe” und “Rote Rosen” laufen zur einer schwierigeren Sendezeit im frühen Nachmittagsprogramm der ARD.