„In aller Freundschaft“-Hauptdarstellerin von Serien-Aus überrascht – „Großer Fehler“, „Unverständlich“

Eine Hauptdarstellerin von „In aller Freundschaft“ stirbt den Serientod. Nach neun Jahren wurde sie von ihrem Aus überrascht – und verabschiedet sich nun emotional.

Leipzig – Traurige Gewissheit: Für Prof. Dr. Maria Weber gibt es keine Rettung. Am Mittwochmorgen (11. Februar) bestätigt Annett Renneberg (47) in einem Video auf dem Instagram-Account von „In aller Freundschaft“ das dramatische Schicksal ihrer Serienfigur. „Es ist wirklich ernst. Es wird keine Heilung für Maria geben“, sagt sie. Zugleich bittet sie die Fans: „Wir wären sehr froh, wenn ihr mit einem lachenden und natürlich auch einem weinenden Auge Maria auf ihrer letzten Reise mit uns zusammen begleiten würdet.“

In einem eigenen Instagram-Beitrag macht Annett Renneberg kurz darauf deutlich: Die Entscheidung traf sie unerwartet. „Als die Produktion mich zu Beginn des vergangenen Jahres über das Ende meines Charakters informierte, war ich überrascht, habe die neue Situation aber schnell angenommen“, verrät sie. Dabei hatte sie ursprünglich ganz andere Pläne: Maximal vier Jahre wollte sie bei „In aller Freundschaft“ bleiben. Doch dann kam Corona, und „in jenen Zeiten in dieser Branche eine feste Arbeit zu haben, war, noch mehr als sonst, wie ein Lottogewinn“. Aus vier Jahren wurden neun.

„In aller Freundschaft“-Hauptdarstellerin stirbt Serientod – Produktion äußert sich

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An ihrer Rolle hing die Schauspielerin: „Ich liebte es sehr, Maria zu spielen! Mit ihrer empathischen Art der ersten Jahre konnte ich mich zu 100 Prozent identifizieren.“ Weniger begeistert zeigte sich Renneberg von der Entwicklung danach: „Die spätere Dreifach-Belastung aus Professur, Kind und Chefarztposten fand ich ein bisschen zu viel.“ Dennoch sei es „ein großes Geschenk“ gewesen, einen „derartig komplexen Charakter über einen so langen Zeitraum spielen zu können“.

Die Produktion äußert sich kurz darauf ebenfalls auf Instagram. Langlaufende Serienformate wie „In aller Freundschaft“ unterlägen immer „dynamischen Prozessen“, heißt es in dem Statement. Das könne aus „dramaturgischen Gründen auch eine so liebgewonnene Rolle wie jene der Prof. Maria Weber betreffen, von der wir uns schweren Herzens verabschieden“. Man habe großen Wert daraufgelegt, „den Abschied innerhalb der Handlung emotional und konsequent zu gestalten – eine Herausforderung, der Annett Renneberg mit ihrer gewohnten Brillanz begegnet ist“.

Unter den Beiträgen entlädt sich der Frust vieler ARD-Zuschauer. „Sehr großer Fehler der Produktion!“, kommentiert eine Nutzerin empört. Eine andere pflichtet bei: „Das darf echt nicht wahr sein. Sehr schade. So eine tolle Schauspielerin.“ Besonders bitter empfinden viele den Zeitpunkt: „Jetzt, wo es mit Kai und Emil endlich das Happy End gegeben hätte.“ Während einige nach Erklärungen suchen – „wahrscheinlich auch wieder eine Sparmaßnahme“, vermutet jemand –, bringen andere ihr Unverständnis auf den Punkt: „Unverständlich“. Eine Zuschauerin zieht bereits Konsequenzen: „Zu traurig. Ich gucke erstmal nicht mehr.“

Wie ernst die Lage bereits ist, zeigte sich in der am Dienstagabend ausgestrahlten „In aller Freundschaft“-Folge. Parallel zu Marias Geschichte war auch eine Kosmetikerin zu sehen, die befürchtete, während ihres Krankenhausaufenthalts durch ihren jüngeren Assistenten ersetzt zu werden. Gespielt wurde sie von einem 69-jährigen TV-Star. (sk) Verwendete Quellen: Instagram, ardmediathek.de