„In aller Freundschaft“-Star leidet an unheilbarer Krankheit

Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt), Dr. Roland Heilmann (Thomas Rühmann, li.) und Dr. Martin Stein (Bernhard Bettermann, re.).
Alexa Maria Surholt musste sich im Privatleben einer Diagnose stellen. © Rudolf Wernicke/Saxonia Media/MDR

Seit 1998 spielt Alexa Maria Surholt bei „In aller Freundschaft“ mit. Die Schauspielerin kämpft während dieser Zeit mit einer chronischen Erkrankung.

Leipzig – Als Verwaltungsdirektorin Sarah Marquardt begeistert Alexa Maria Surholt die Fans von „In aller Freundschaft“ seit der ersten Folge. Neben Thomas Rühmann (Roland Heilmann) ist sie die einzige verbliebene Darstellerin, die von Anfang an dabei ist. Dass dieser Weg nicht ohne gesundheitliche Hürden verlief, hat die Schauspielerin im Oktober 2020 öffentlich gemacht.

„In aller Freundschaft“ in der ARD: Alexa Maria Surholt leidet an Hashimoto-Thyreoiditis

Surholt wurde mit der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert – einer chronischen Entzündung der Schilddrüse, die nicht heilbar ist. Die Erkrankung führt dazu, dass das Immunsystem die Schilddrüse angreift und deren Funktion zunehmend einschränkt.

Die meisten Informationen zu ihrer Erkrankung stammen aus einem Interview, das die Schauspielerin im Oktober 2020 der Bunte gegeben hat. Lange bemerkte Alexa Maria Surholt nicht, was in ihrem Körper vorging. Im Gespräch beschrieb sie, wie die Symptome schleichend kamen – und sich häuften:

  • Unerklärliche Gewichtszunahme
  • Morgens müde und erschöpft aufwachen
  • Gelenkschmerzen
  • Antriebslosigkeit den ganzen Tag
Verwaltungsdirektorin Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) und Dr. Brentano (Thomas Koch)
Alexa Maria Surholt verkörpert seit über 20 Jahren die Verwaltungsdirektorin Sarah Marquardt. © Uwe Frauendorf/Saxonia Media/MDR

„In aller Freundschaft“-Star Alexa Maria Surholt lebt mit chronischer Erkrankung

„Ich hatte Gelenkschmerzen, fühlte mich den ganzen Tag über angestrengt und antriebsarm“, schilderte sie im Interview. Erst ein Arztbesuch brachte Klarheit. Ein Bluttest zeigte, dass „neben den üblichen wechselhormonellen Schwankungen meine Schilddrüse nicht funktioniert. Sie hat eine Unterfunktion und arbeitet kaum.“

Der Arzt verschrieb Surholt das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin – ein Medikament, das den fehlenden Hormonspiegel ausgleicht und bei Hashimoto-Erkrankungen häufig dauerhaft eingenommen werden muss. Während bei „In aller Freundschaft“ aktuell eine Diagnose zum Serientod führt, können Betroffene mit dem Medikament gut leben.

Diagnose Hashimoto: Was die Erkrankung für den „In aller Freundschaft“-Star bedeutet

Hashimoto-Thyreoiditis ist die häufigste Ursache einer Schilddrüsenunterfunktion in Deutschland. Das Tückische: Die Krankheit entwickelt sich oft über Jahre, bevor sie erkannt wird. Typische Symptome wie Müdigkeit, Gewichtszunahme und depressive Verstimmungen werden häufig anderen Ursachen zugeschrieben.

Eine Heilung gibt es nicht. Betroffene können die Erkrankung jedoch gut in den Griff bekommen – durch Medikamente, angepasste Ernährung und einen bewussten Lebensstil. Surholt erklärte im Bunte-Interview, dass sie bereits kurz nach Beginn der Behandlung einen deutlichen Unterschied spürte: „Schon nach zwei Wochen kam die lebensfröhliche Frau, die ich von früher kannte, zurück.“

Heute fühlt sie sich nach eigener Aussage wieder auf dem Level, das sie vor der Diagnose kannte. Trotz der Erkrankung ist Alexa Maria Surholt seit über 25 Jahren eine feste Größe bei „In aller Freundschaft“. Als Sarah Marquardt ist sie weiterhin immer dienstags ab 21 Uhr in der ARD zu sehen.