“In aller Freundschaft”-Star Marijam Agischewa: Ihr Leben in der DDR und die Flucht in den Westen

Marijam Agischewa spielt seit der ersten Folge die Rolle der Dr. Karin Patzelt in “In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte”.

Bild: IMAGO / STAR-MEDIA | WDR/ARD/Jens Ulrich Koch

Sie ist hart, aber fair: Prof. Dr. Karin Patzelt, die vielen als Chefärztin in “In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte” bekannt ist. Nicht nur die Rolle von Agischewa ist mitreißend, auch über das echte Leben und ihre Vergangenheit der Schauspielerin gibt es einiges Interessantes zu berichten.


Marijam Agischewa: Kindheit und Karriere in der DDR

Die österreichische Schauspielerin wurde in Hangzhou, China, geboren. Ihre Mutter stammte aus einer tatarischen Familie, ihr Vater, Ernst Schwarz, war als österreichischer Diplomat tätig. 1959 flüchtete die Familie gerade noch rechtzeitig vor der großen Kulturrevolution Chinas nach Ost-Berlin. Dort nahm Marijams Vater eine Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität auf.

Mit 16 Jahren wurde sie von einem DEFA-Filmteam entdeckt und für die Hauptrolle im Fernsehfilm “Geschwister” besetzt. Anschließend absolvierte Agischewa ihre Schauspielausbildung an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. 1980 erhielt sie für ihre Rolle in “Marta, Marta” den Filmpreis des Jugendmagazins “Neues Leben” und wurde zur beliebtesten Schauspielerin der DDR gewählt.

Kurz vor der politischen Wende entschied sie sich, nach einem genehmigten USA-Aufenthalt bei Verwandten, nicht in die DDR zurückzukehren, sondern sich in West-Berlin niederzulassen.