Wird aus „Sturm der Liebe“ und „Rote Rosen“ eine einzige Serie? ARD äußert sich

Zwei Telenovelas, eine Zukunft? RUHR24 fragt die ARD, ob „Sturm der Liebe“ und „Rote Rosen“ zu einem „Sturm der Rosen“ verschmelzen könnten.
Berlin – Fans der beiden ARD-Serien spekulieren seit Jahren: Könnten „Sturm der Liebe“ und „Rote Rosen“ eines Tages zusammenwachsen? RUHR24 schickte der ARD einen konkreten Fragenkatalog – unter anderem zur Wahrscheinlichkeit einer Fusion und zu möglichen Crossover-Folgen.
Wird aus „Sturm der Liebe“ und „Rote Rosen“ eine einzige Serie? ARD äußert sich
Die Antwort auf die Frage, ob es einen Mix beider Serien geben wird, fiel seitens der ARD diplomatisch aus. Die Verantwortlichen dankten für das Interesse an den beiden Dailys und kommentierten den humorigen Vorschlag „Sturm der Rosen“ unserer Redaktion wohlwollend.
Konkrete Pläne für die Zeit nach 2027 nannten sie jedoch nicht. Stattdessen hieß es: „Wir entwickeln unser Programm kontinuierlich weiter und werden konkrete Pläne rechtzeitig bekanntgeben.“
„Rote Rosen“ und „Sturm der Liebe“ der ARD bis 2027 gesichert – nach monatelanger Zitterpartie
Derzeit steht die Zukunft beider Telenovelas bis 2027 fest. Das war nicht immer so: Im Frühjahr 2024 drohte beiden Formaten zunächst eine Halbierung der Folgenlänge von 48 auf 24 Minuten.
Die ARD wollte damit Kosten sparen. Erst nach Protesten und internen Diskussionen nahm die Videoprogrammkonferenz diese Entscheidung zurück.
Hohe Abrufe in der Mediathek sprechen für die beiden ARD-Serien
Warum die ARD an beiden Formaten festhält, zeigen die Zahlen aus der Mediathek. Dort zählen „Sturm der Liebe“ und „Rote Rosen“ zu den meistabgerufenen Inhalten.
Im linearen Fernsehen sieht es durchwachsener aus: „Sturm der Liebe“ und „Rote Rosen“ haben seit Jahren mit sinkenden Zuschauerzahlen zu kämpfen. Bei jüngeren Zuschauern spielen beide Serien linear kaum noch eine Rolle.
Zukunft von Telenovelas: Sparmaßnahmen zwingen die ARD zum Umdenken
Die Öffentlich-Rechtlichen stehen unter Druck. Eine umfangreiche Rundfunkreform und Sparmaßnahmen prägen die ARD seit Jahren. Die Produktion von täglichen Serien kostet viel Geld – Geld, das im digitalen Zeitalter zunehmend in Streaming-Angebote fließen soll. Aus diesem Grund setzt die ARD 6 Serien endgültig ab.
Eine Auswertung von ARD und ZDF zeigt: Die Mediatheken erreichen mittlerweile knapp die Hälfte der deutschen Bevölkerung. Gleichzeitig sinkt die Nutzung des linearen Fernsehens Jahr für Jahr. Eine Fusion zweier teurer Produktionen könnte in diesem Kontext Sinn ergeben.
„Sturm der Rosen“ in der ARD: Eine Serien-Fusion wäre logistisch machbar
Aus rein praktischer Sicht spräche einiges für ein Zusammenlegen beider Serien. „Sturm der Liebe“ spielt am fiktiven Fürstenhof in Bayern, produziert in Grünwald. „Rote Rosen“ nutzt dagegen reale Außenfassaden als Kulissen in Lüneburg. Fans können die Drehorte von „Rote Rosen“ dort ganz einfach besuchen.

Ein Zusammenschluss könnte Ressourcen bündeln: Drehteams, Autoren, technische Ausstattung. Das fiktive Setting von „Sturm der Liebe“ ließe sich theoretisch leichter verlegen als umgekehrt. Alternativ könnten Handlungsstränge zwischen beiden Orten pendeln – ähnlich wie bei anderen Langzeitserien mit mehreren Schauplätzen.

Übrigens: Auch der „Fürstenhof“ und andere Drehorte von „Sturm der Liebe“ können besichtigt werden. Diese befinden sich allerdings in Bayern verteilt und nicht – wie „Rote Rosen“ in Lüneburg – alle im gleichen Städtchen.
Ein Crossover von „Rote Rosen“ und „Sturm der Liebe“ gab es bislang nicht – warum eigentlich?
RUHR24 fragte die ARD auch, warum es noch nie ein Crossover der beiden Serien gab. Eine Antwort darauf blieb aus. Dabei kennen Fans solche Verschmelzungen aus anderen Formaten. Figuren aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ tauchten etwa bei „Unter uns“ auf – beide Serien laufen bei RTL.
Für die ARD wäre ein Crossover eine risikoarme Möglichkeit, das Interesse an beiden Serien zu testen und neue Zuschauergruppen anzusprechen. Ob die Sender diesen Schritt wagen, bleibt offen.
Zukunft von „Rote Rosen“ und „Sturm der Liebe“ in der ARD: Was Fans jetzt tun können
Wer sich für die Zukunft der Serien interessiert, kann aktiv werden:
Die ARD nimmt Zuschaueranfragen über ihr Kontaktformular entgegen. Fans können dort ihre Wünsche äußern – etwa nach Crossover-Folgen oder einer Fortsetzung nach 2027. Auch die Produzenten Bavaria Fiction („Sturm der Liebe“) und Studio Hamburg Serienwerft („Rote Rosen“) freuen sich über Feedback.
Beide Serien laufen werktags im Ersten: „Rote Rosen“ um 14.10 Uhr, „Sturm der Liebe“ um 15.10 Uhr. Die Folgen stehen zudem in der ARD-Mediathek zum Abruf bereit (keine TV & Streaming-News mehr verpassen: jetzt RUHR24 bei Google folgen!).
Die ARD verrät wenig über ihre Pläne nach 2027. Eine Fusion von „Sturm der Liebe“ und „Rote Rosen“ mag heute noch Spekulation sein – undenkbar ist sie nicht. Bis dahin können Fans beide Serien genießen – und auf Fortsetzung oder „Sturm der Rosen“ hoffen.